SPZG/Chronik
  Der Spielmannszug in seinen Gründungsjahren  
     
 
Musik ist ein Geschenk Gottes und vertreibt den Teufel. In Anlehnung an diese Überzeugung des Reformators Martin Luther (1483 - 1546) schreibt Norbert Espenkott in seinem Buch "Unterwegs in Albachten" zur Gründung des Spielmannszuges: "Der harte Trommelschlag und die sehr hohen Töne der Ces-Querflöten durchdringen weite Räume. Sollte ein "Teufelchen" trotz Chormusik (des Kirchenchores), trotz Mandolinenklänge (des Mandolinenklubs), trotz schmetternder Trompeten (der Blaskapelle) im kleinen Albachten noch in einem entlegenen Schlupfwinkel Zuflucht gefunden haben, so wird es nach 1929 das Weite gesucht haben. Zum Ende des 3. Jahrzehntes mündete das unorganisierte Spiel mit Flöten und Trommeln auf dem Hofe Kiffmeier in die Gründung des Spielmannszuges".

Der Arzt Dr. Winkelmann und der Hauptlehrer Spath unterstützen maßgeblich diese Gründung. Spontan meldeten sich etliche junge Männer. Gründungsmitglieder waren: Heinrich Möseler (Tambourmajor), Johannes Kiffmeier und Josef Kiffmeier (Trommler), Willi Kiffmeier, Bernhard Tembaak, Josef Rolf und Johann Möllers (Flötisten).

 
 


 
   

1928 - Die ersten Versuche
Von Links: Josef Brüggemann, Tönne Wesselmann, Josef Kiffmeier, Johannes Eßmann,
Willi Kiffmeier, Josef Austermann, Johannes Kiffmeier

 
 

Aus dem Kassenbuch des Albachtener Kriegervereins - 1889 gegründet - konnte entnommen werden, dass sich der Kriegerverein im Juni 1929 an den Anschaffungskosten der Instrumente für den Spielmannszug beteiligte.

 
   
  Der erste offizielle Auftritt des jungen Spielmannszuges war am Sonntag, den 25. Mai 1930, bei einem Verbands - Kriegertreffen in Amelsbüren. Als Uniform trug man eine weiße Hose und eine dunkle Jacke  
  Der Spielmannszug nach dem Krieg  
 
Nach kriegsbedingter Unterbrechnung wird der Spielmannszug "Gut Schlag" Albachten im Jahre 1948 auf dem Albachtener Schützenfest wieder aktiv. Heinrich Möseler als Tambourmajor, Johannes Kiffmeier und Karl Stegemann als Trommler, Willi Kiffmeier, Josef Kleingräber, Josef Espenkott und Ludger Rösmann als Flötisten sind die Spielleute auf dem Schützenfest.
 
   
    Das Foto zeigt den Spielmannszug beim Albachtener Schützenfest 1949.
Von Links: Paul Reckmann, Karl Stegemann, Willi Kiffmeier, Josef Kleingräber, Ludger Rösmann
Johannes Kiffmeier, (A.Böker gehört nicht zum Spielmannszug), Alfons Averweg, Heinrich Möseler
Georg Piweck, Josef Espenkott.
 
 

In den fünfziger Jahren nehmen neben den öffentlichen Auftritten auch die internen Aktivitäten zu. Über drei Jahrzehnte gehört eine Karnevalsfeier zum festen Jahresablauf.

Im Jahr 1954 kann der Spielmannszug auf seine 25-jährige Tätigkeit zurückblicken. Heinrich Möseler ist der noch einzige Mitbegründer des Spielmannszuges, der dieses Jubiläum als aktives Mitglied mitfeiert.

 
   
    Das Foto zeigt den Spielmannszug beim Albachtener Schützenfest 1954
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  50 Jahre Spielmannszug - 1979 bis heute  
 

1979 ist ein ganz besonderes Jahr in der Vereinsgeschichte des Spielmannszuges. Ein großes Fest anlässlich des 50-jährigen Bestehens wird unter großer Beteiligung der Albachtener Bevölkerung und unserer befreundeten Vereine gefeiert. Von den Albachtener Vereinen erhält der SPZG als Geschenk eine Lyra. Dieses Geschenk ist der mit Auflage verbunden, auch einen Spieler für dieses Instrument zu stellen, anderenfalls sollte die Lyra an die damalige Blasmusikvereinigung übergehen. Natürlich konnten wir mit Lothar Winkelhaus einen neu ausgebildeten Spieler präsentieren - das Geschenk bleibt beim Spielmannszug.

 

 
   
 

Die große Feier des Spielmannszuges zeigt nachhaltige Wirkung hinsichtlich unserer Nachwuchsförderung. 17 Mädchen und Jungen können ausgebildet werden und haben 1980 ihren ersten Auftritt. Seither ist auch das weibliche Geschlecht bei uns vertreten. Durch diese außerordentliche Verjüngung profitiert der Spielmannszug auch musikalisch erheblich. Die Nachwuchsarbeit überhaupt ist für uns von großer Bedeutung. Mit steigender Mitgliederzahl wachsen Verantwortung und Aufgaben in der Vereinsführung. Hat Alfon Eßmann dies bisher so gut wie allein bewältigt, so ist nun der Zeitpunkt gekommen, die Lasten auf mehr Schultern zu verteilen.1982 wird ein Vorstand gegründet, der sich aus 1. Vorsitzenden, 2. Vorsitzenden und Schriftführer zusammensetzt. Josef Konermann übernimmt in diesem Jahr wieder den Tambourstab. Das Spiel der Lyra ist nun Sache der Jugend. 1984 wird der Vorstand durch einen Jugendsprecher erweitert. Nach über 40 Jahren Vereinführung gibt 1997 unser "Chef" Alfons Eßmann den 1. Vorsitz an Berni Drees ab. Alfons Eßmann wird gleichzeitig zu unserem Ehrenvorsitzenden ernannt. Im Jahre 2002 scheidet Josef Konermann aus dem aktiven Vereinsleben aus. Er wird zum Ehrentambourmajor ernannt. Den Tambourstab gibt er an Berni Drees weiter, der ihn bisher schon als Tambourmajor vertreten hat.

Im Jahr 2004 feiert der Spielmannszug sein 75-jähriges Jubiläum.

 

 
   


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